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Vermögensaufbau

Diese Online-Broker bieten kostenlose ETF-Sparpläne

Ein ETF-Sparplan ist eine ideale Anlageform für den langfristigen Kapitalaufbau. Neben dem passenden ETF kommt es beim Fondskauf vor allem auf niedrige Gebühren an.
Im Einkauf liegt der Gewinn – mit dieser Faustformel ist schon so mancher Kaufmann reich geworden. Was für den Handel gilt, gilt auch für die Geldanlage. Je geringer die Kosten beim Erwerb von Fonds oder anderen Wertpapieren, desto eher kommt das Investment in die Gewinnzone und desto höher ist der Sparertrag. Das ist auch bei Sparplänen der Fall, obwohl hier der Vorteil des Cost-Average-Effekts mindestens ebenso wichtig ist.

Fondssparpläne sind für den Vermögensaufbau über lange Sparzeiträume hinweg bestens geeignet. Laut Fondsverband BVI erzielten Sparpläne mit globalen Aktien in den vergangenen 15 Jahren im Schnitt 4,3 Prozent Rendite, binnen 25 Jahren sind es 4,9 Prozent. Aus monatlich 200 Euro wurden so rund 50.000 bzw. 116.000 Euro, ohne Ausgabeaufschlag oder Depotgebühren gerechnet.

Wo kauft man ETFs günstig ein?
Bei Fondssparplänen kaufen Anleger monatlich Anteile. Der Kauf kostengünstiger ETFs erfolgt über die Börse. Hierfür berechnet die Bank eine Ordergebühr. Diese Gebühr ist von Bank zu Bank unterschiedlich hoch. Günstige Geldhäuser berechnen pauschal 1,50 Euro pro Sparplan-Ausführung, zum Beispiel DKB, und Flatex. Die Postbank berechnet sogar nur 0,90 Euro. Andere verlangen prozentuale Gebühren in Abhängigkeit von der Orderhöhe.

So berechnen zum Beispiel Consorsbank 1,50 Prozent vom Kurswert, die ING 1,75 Prozent und S-Broker 2,50 Prozent. Teuer kann es werden, wenn eine Grundgebühr plus prozentuale Kosten anfallen. Beispiel Volkswagen Bank: Anleger zahlen 3,50 Euro Grundgebühr zuzüglich 0,50 Prozent vom Kurswert. Pro 100-Euro-Order sind dort vier Euro fällig. Allerdings bietet die VW-Bank auch kostenlose ETF-Sparpläne.

ETFs dank Preisaktion zum Nulltarif
Immer wieder ermöglichen Preisaktionen, Sparpläne ohne Orderentgelt auszuführen. Anleger können dann unbegrenzt oder für eine gewisse Zeit kostenlos ETF-Anteile erwerben.

In der Regel sind die Aktionen an bestimmte Fonds geknüpft, die damit von der jeweiligen Fondsgesellschaft gesponsert werden. Sparer müssen sich dann erkundigen, wie lange die Aktion anhält oder ob sie zunächst unbefristet läuft und ob die Aktion gegebenenfalls auch für ETFs anderer Anbieter gilt. Um den ETF-Kauf zu erleichtern, im Folgenden ein Überblick, bei welcher Bank ETF-Sparpläne derzeit zum Nulltarif zu haben sind:

ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr
DKB: Die Direktbank gibt derzeit mehr als 130 ETF-Sparpläne der Emittenten Amundi, HSBC und Lyxor zum Nulltarif ab. Kostenbefreit sind alle neu abgeschlossenen Sparpläne ab einer Sparrate von 50 Euro. Die Aktion ist vorerst bis zum 31. Dezember 2019 befristet. Die DKB und die Emittenten behalten sich vor, die Aktion zu verlängern oder vorzeitig zu beenden.

Consorsbank: Dort gibt es ausgewählte sparplanfähige ETFs von Xtrackers bis Ende 2022 ohne Ausführungsgebühr. Begünstigt sind alle Sparpläne ab einer Sparrate von monatlich 25 Euro, egal ob neu abgeschlossen oder bereits bestehend. Ebenfalls ohne Kaufgebühr gibt es ETF-Anteile von Lyxor (bis Ende 2020) und fünf nachhaltige ETFs von BNP Paribas (bis Ende 2022). Die Consorsbank weist darauf hin, dass die Aktion vorzeitig beendet werden kann.

Comdirect: Die Commerzbank-Tochter bietet 170 ausgewählte ETFs der Gesellschaften Amundi, Lyxor, iShares, Vanguard und Franklin Templeton kostenfrei im Sparplan-Verfahren zum Kauf. Bedingung ist, dass Anleger mindestens 25 Euro monatlich investieren. Die Aktion gilt vorerst bis zum 31. Dezember 2019.

S-Broker:
Der Broker der Sparkassen bietet derzeit alle ETFs von Deka Investments, knapp 100 kostenlose ETFs von Comstage und 19 ETFs von UBS ohne Ordergebühren an. Dies gilt für Sparplanraten bis zu 500 Euro. Bei Überschreiten der Ordergrößen fallen übliche Orderentgelte in Höhe von bis zu 2,50 Prozent vom Kurswert an.

Commerzbank: Bei Neueröffnung eines ETF-Sparplans bis zum 20. August können Anleger bei der Commerzbank drei Jahre lang ohne Kaufgebühren Vermögen aufbauen. Allerdings gilt die Aktion derzeit nur für zwei Vanguard-ETFs auf den S&P 500 und den FTSE All World. Im Rahmen der "ETF-Superheld"-Aktion können Anleger zudem bis zum 17. Juli fünf Nebenwerte-ETFs von iShares drei Jahre lang gebührenfrei besparen – ab einer Monatsrate von 25 Euro.

Volkswagen Bank: Bei der VW-Bank lohnen sich ETF-Sparpläne ohne Ordergebühren ganz besonders. Das liegt an den ansonsten anfallenden Orderkosten, die mit 3,50 Euro plus 0,50 Prozent vom Kurswert vergleichsweise hoch sind. Wer sich aber für einen ETF-Sparplan der Anbieter Lyxor oder Xtrackers entscheidet, kommt ohne Transaktionsgebühren davon. Auf Jahressicht spart ein Anleger mit einer monatlichen Sparrate von 200 Euro immerhin 54 Euro an Ordergebühren. Positiv: Der Aktionszeitraum ist bis auf Weiteres unbefristet. Die Mindestsparrate beträgt 50 Euro pro Monat oder 150 Euro vierteljährlich.

Flatex: Einer der größten deutschen Flatfee-Broker bietet mit rund 750 ETF-Sparplänen eine vergleichsweise große Auswahl. Mehr als 350 davon erhalten Anleger ohne Ordergebühren, und das zeitlich unbefristet. Dies betrifft Sparpläne der Fondsgesellschaften Comstage, Lyxor und Xtrackers. Sparpläne können ab einer Monatsrate von 50 Euro eingerichtet werden. Möglich sind aber auch Überweisungen alle drei, sechs und zwölf Monate. Achtung: Guthaben auf dem Verrechnungskonto werden mit einem Negativzins von 0,4 Prozent pro Jahr belastet!

1822 Direkt:
Die Online-Tochter der Frankfurter Sparkasse bietet immerhin 620 sparplanfähige ETFs. Kunden von 1822 Direkt können sich bei sparplanfähigen ETFs von Comstage für 24 Monate die Ausführungsgebühr sparen. Voraussetzung dafür ist, dass man bis zum 31. Dezember 2019 einen ETF-Sparplan von Comstage abschließt. Los geht es ab 50 Euro pro Monat. Die Aktion gilt jeweils für 24 Monate nach der ersten Sparplanausführung.

Maxblue: Der Online-Broker der Deutschen Bank offeriert seinen Kunden momentan in einer Sonderaktion, bis Ende 2019 alle angebotenen ETFs ohne Transaktionskosten zu kaufen. Dies gilt auch für bestehende ETF-Sparpläne. Bereits 50 Euro reichen für den Start eines Wertpapier-Sparplans aus – egal ob monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder mit jährlicher Rate. Das Angebot ist freibleibend.

von Max Geißler
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