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Wichtige Klauseln bei der Sofortrente

Sofortrenten garantieren Sicherheit durch lebenslange Rentenzahlungen, auch wenn das eingezahlte Geld längst aufgebraucht ist. Einige Zusatzklauseln bieten zudem Vorteile.
 Eine spezielle Modellform der privaten Rentenversicherung ist die Sofortrente. Statt erst nach jahrelangen Beitragszahlungen, der Einhaltung von Mindestwartezeiten und das Erreichen einer bestimmten Altersgrenze, folgt die Sofortrente einem anderen Prinzip. Hier zahlt der Versicherungsnehmer einen bestimmten Betrag, beispielsweise 75.000 oder 100.000 Euro auf einmal ein und erhält dafür sofort den Anspruch auf eine lebenslängliche Rente.

Alt werden lohnt sich
Anders als bei vielen anderen Formen der Kapitalanlage erfolgt die Rentenzahlung hier auch dann noch, wenn das eigentliche Kapital längst aufgezehrt ist. "Bei der Entscheidung für ein solches Produkt sollte vor allem der Wunsch nach einer sicheren und möglichst lange andauernden Rentenzahlung im Fokus stehen", rät Michael Franke vom Analysehaus Franke und Bornberg.

Die Gesamt-Rendite hängt – wie bei allen Rentenversicherungen – auch hier von der Lebenserwartung ab. Aktuelle Analysen zeigen, dass Versicherte, die mit 65 Jahren eine Police abschließen, über 90 Jahre alt werden müssen, um mehr ausbezahlt zu bekommen, als sie einbezahlt haben. Das Motto lautet hier: "Wer steinalt wird, erhält trotz andauerndem Zinstiefs eine ordentliche Rendite."

Stirbt der Versicherte jedoch früh, so besteht die Gefahr, dass nur ein geringer Teil der eingezahlten Summe in Form der Rente an ihn zurückfließt. Das Restkapital verbleibt dann beim Versicherer, es sei denn man schließt eine Police mit einer Hinterbliebenenschutzklausel in Form einer Rentengarantiezeit oder einer Beitragsrückgewähr ab. Das ist immer ratsam, wenn man Familie hat. Allerdings gibt es solche Kapitalabsicherungsklauseln nicht ganz umsonst. "Im Gegenzug für den Schutz muss der Versicherte einen Abschlag bei seiner Rente in Kauf nehmen", sagt Bianca Boss, Vorsorgeexpertin beim Bund der Versicherten.

Auf eine Kapitalentnahme-Optionen bei der Sofortrente achten
Auch eine weitere Vertragsklausel kann von Vorteil sein: Was ist, wenn das Geld in einer Sofortrente steckt, man aber plötzlich flüssiges Kapital für einen Hausumbau oder medizinische Versorgung braucht? Hier hilft der richtige Vertrag mit einer Kapitalentnahme-Option. Bei Anbietern wie Canada Life, Hannoversche, Debeka oder der Allianz können Ruheständler später teilweise oder vollständig wieder Geld entnehmen. So bleibt auch später noch genügend Gestaltungsspielraum, um auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können. Voraussetzung dafür ist meist, dass die Summe der bis dahin gezahlten Renten den Einmalbeitrag noch nicht erreicht hat. Zu prüfen ist hier vorab: In welchen Zeitrahmen und wie oft ist die Option nutzbar und ob Gebühren anfallen können. Grundsätzlich gilt auch bei der Sofortrente: Vor einem Vertragsabschluss ist ein Angebotsvergleich ein Muss. Die Leistungen schwanken hier zum Teil deutlich.
von Fritz Himmel
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